H1: Große Handballl-Spielgemeinschaften in der Herren-Pfalzliga

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Kategorie: 2017-2018
Erstellt am Dienstag, 01. August 2017 11:27
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. August 2017 11:27
Geschrieben von Hilsendegen, Jochen

Von fast optimal bis brüchig - Große Pfalzliga-Spielgemeinschaften ziehen Kontrastprogramm auf


 
Was für Gegensätze vor der am 2./3. September beginnenden Meisterschaft! „Wir kommen gut voran“, sagt Trainer Jens Zwißler zum Stand bei den „Südpfalz-Tigern“. „Es ist alles sehr brüchig“, sagt Johannes Finck von den „Nordpfälzer Wölfen“. In einem sind die beiden Handball-Pfalzligisten gleich: Sie müssen offiziell die Vereinsnamen ihrer Spielgemeinschaften aufführen.

SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/ Zeiskam gegen MFSG Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim, so heißt deshalb der direkte Vergleich in der Liga, in die neben der MFSG der TV Ruchheim und der TuS Heiligenstein aufgestiegen sind. Weil der TV Offenbach den Aufstieg in die Oberliga geschafft hat, die SG OBZ mit dem TSV Kuhardt zusammenging und der TV Thaleischweiler verzichtete, gab es keinen Absteiger. Eine Elfer-Staffel drohte, Heiligenstein nahm das Angebot, als Verbandsliga-Dritter aufzurücken, gerne an.Zwißler wird nach seinem Wechsel vom Damenfach, er führte die SG OBZ in die Dritte Liga, eine starke Mannschaft aufstellen. Im Detail liest sich das Aufgebot so: im Tor Timo Bauchhenß, Moritz Wieber, Tobias Weinerth; im Rückraum Maximilian Hauck, Patrick Sefrin, Philipp und Sebastian Latzko, Arik Weber, Mario Kröper, Lars Spielmann; links Felix Kästel und Pascal Rieder, rechts Christoph Gensheimer und Dennis Würges, am Kreis Jan Düring und Jonas Hilzendegen. „Darauf konzentriere ich mich, damit ich auch vorwärts komme“, sagt Zwißler, der nach dem Zusammenschluss mit Kuhardt fast das Optimale zusammengebracht hat. Timm Seifried ging lieber zur TSG Friesenheim II, andere, wie Chris Beutler, wechselten ins zweite Glied, wieder andere, wie Jim Rüther, wollen aufhören.

Weil Kröper und Spielmann sich schwer am Knie verletzt haben, hat Zwißler drei A-Jugendliche zu sich genommen. Timo Wolf ist der Mannschaftsverantwortliche, Jan Düring, noch leicht gehandicapt nach seinem Mittelhandbruch, ist auch Co-Trainer, und Stefan Geißert ist der, so Zwißler, Verantwortliche für das „Gut-Geh-Programm“. Nach 27 Jahren Fußball-Spielleiter bei ASV Landau, SV Weingarten, SV Freisbach und Phönix Bellheim wechselte Geißert die Sportart.

Die ersten Wochen der Vorbereitung waren hart. „Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Einsatz, Präsentation, Abwehr, das läuft sehr gut. Ich bin sehr zufrieden, Stand jetzt“, sagt Zwißler, dessen Mannschaft mit dem Spiel beim TSV Iggelheim in die Liga einsteigt.

Die MFSG beginnt gegen den TV Dahn. Vielleicht. „Ich weiß eigentlich erst Ende August, ob wir dieses Wagnis eingehen können“, überlegt Finck, der dienstälteste Trainer. Die Erweiterung der Spielgemeinschaft um Asselheim/Kindenheim bringt eigentlich nur im Jugendbereich etwas, „um sich auf die Veränderung der Gesellschaft einzustellen“ und um eine Perspektive zu haben. 15 Spieler umfasste der Kader 2016. Und jetzt? „Eigentlich haben wir keine Mannschaft“, erklärt Finck und beklagt schon wieder Abwerbungen.

Die A-Jugend zerbrach, vom Erstmannschaftsstamm sind sieben Spieler weg. Torhüter Michael Hoppe und drei andere gingen zum Oberligisten TSG Friesenheim II, der sonst keine Mannschaft hätte, Kapitän Georg Ebel spielt in Mülheim, Erik Heinz wechselte zur HSG Eckbachtal, Julian Schott zog es nach Belgien.

Finck nimmt von der zweiten Mannschaft Yannic Boger und Jan-Martin Wiehler hoch und versucht es irgendwie. „Das Umfeld wird es annehmen“, ist der Übungsleiter sich sicher. Für ihn sei nun entscheidend, ob sich die übrigen Spieler auf Pfalzliga-Handball einließen. „Sportlich gesehen dürften wir gar nicht antreten“, meint Finck, den andere Vereine gerne als Trainer hätten, der seinen Verein in dieser Situation aber nicht alleinlassen will.